Panamericana: Hier sind wir!

Nachdem wir die 6 stündige Fahrt von der Küste auf die Panamericana E35 (so heißt die Straße hier in Ecuador) gemeistert hatten, landeten wir an unserem ersten Stopp auf der Route südwärts. Der Campingplatz „Finca Sommerwind“ bzw. „Moskito-Land“ (die Viecher sitzen eine Sekunde auf dir und sofort blutet es – dazu bleiben die Flatscher mindestes eine Woche) bei Ibarra ist ein beliebter Zwischenhalt für Overlander. Hier hat sich der deutsche Betreiber Hans sein eigenes Reich inklusive deutschem Biergarten aufgebaut. Neben echtem Hefeweizen sind auch Bratwürste kein Problem. Jawull! Die kommenden drei Tage nutzten wir um Kleinigkeiten für die Giraffe zu besorgen, Wäsche zu waschen, Freeletics zu fröhnen und echtes Vollkornbrot zu genießen, welches frisch und heiß aus dem Ofen zum Frühstück im Camper serviert wurde (was ein Service!). Ganz nebenbei trafen wir übrigens ganz viele reiselustige und nette Leute (vor allem Deutsche), mit denen wir uns auch direkt vernetzten.

Dank der Killer-Moskitos nur mit langer Hose 🙂
Mika und „Summer“
Abschiedsfoto – artete zur Fotosession aus

Am Abreisetag ergatterten wir auf dem Weg zum nächsten Übernachtungsziel – die Sara Lodge & Camping auf 2960m Höhe – noch 5 nagelneue geländetaugliche All-Terrain Reifen für die Giraffe (eine guuuute Entscheidung wie sich schon bald herausstellen sollte).

Reifenwechsel direkt am Straßenrand – mal etwas anderes

Nach einer ruhigen Nacht und einem super Ausblick am Morgen fuhren wir zur Laguna Cuicocha oder wie sie auch genannt wird „der Meerschweinchensee“ (ich habe aber keine Ahnung warum). Oben angekommen erschloss sich uns ein traumhafter Blick über den Kratersee in dessen Mitte zwei Inseln liegen. Übrigens ist das mal wieder ein aktiver Vulkan. Hinter einer der zwei Inseln sieht man (wenn man Glück hat – oder wie man es nimmt) Blubberblasen aufsteigen was deutlich auf vulkanische Aktivität hindeutet. Nach Erkundung des anliegenden Museums liefen wir etwas am Kraterrand entlang und genossen den großartigen Ausblick. Für eine Rundwanderung war es zu spät und mit Mika so leicht nicht machbar, da die Strecke etwa 6 Stunden in Anspruch nimmt.

Mika findet immer Freunde
Die Giraffe und die „Laguna Cuicocha“
„Laguna Cuicocha“ im Panorama – GENIAL!

Danach sollte es zum Hauptziel des Tages gehen, die Lagunas de Mojanda bzw. der Vulkan Fuya Fuya, den wir besteigen wollten. Wie abenteuerlich sich das gestaltete, lest ihr am besten in unserem eigens dafür erstellten Artikel.

„Lagunas de Mojanda“ war auch richtig schön

Nach zwei entspannten Nächten an der idyllischen (und des Nachts kalten) Lagune, fuhren wir weiter Richtung Quito und bogen kurz vorher zum „neuen“ Mitad del Mundo“ (Mittelpunkt der Erde) nach San Antonio de Pichincha ab. An diesem Tag fanden wir eine super Unterkunft, nicht weit entfernt vom Denkmal: Das Hotel Alemana. Hier hatten wir einen Standplatz mit Strom, Wifi, Dusche und sogar einem Pool. Für $5 pro Erwachsenen. Am nächsten Tag machten wir uns zu Fuß auf zum Äquatormonument. Hier bestimmte Charles Marie de la Condamine 1736 als erster Europäer die genaue Position des Äquators. Naja, sagen wir fast genau. In Zeiten von GPS stellte sich heraus, dass dieser Punkt 240 m nördlich vom eigentlichen Denkmal liegt. An eben jener genauen Stelle wurde übrigens vor nicht allzu langer Zeit eine alte Inka-Anlage gefunden die aktuell erforscht wird. Auf jeden Fall ist der gesamte Komplex einen Ausflug wert. Das parkähnliche Gelände bietet einen Aussichtsturm, einige Ausstellungsräume inklusive eines Planetariums (mit VR-Brillen), etliche Touristenshops und Spielplätze. Jedoch registrierten wir erst hier, dass es weiter nördlich bei Cayambe den „wirklichen“ Mittelpunkt der Erde gibt. Nicht so schlimm. Mit der Giraffe sind wir ja flexibel und werden auch dort nochmal Halt machen.

Mika und Jana am nicht ganz genauen Mittelpunkt der Erde
Mitad del Mundo

Mindo

Als nächsten Stopp visierten wir Mindo an. Das hieß zwei Stunden bergab (von guten 3000m auf 1400m hinab) fahren um in den „Nebelwald“ zu gelangen. Dieses kleine Örtchen ist fast schon winzig und bietet einige touristische Attraktionen. Es werden zum einen Schokoladentouren angeboten. Dabei wird der Herstellungsprozess aus den Kakaobohnen dargestellt. Wir verzichteten jedoch darauf und gönnten uns einfach so eine Tafel Schokolade mit 60% Kakao und Lemongras. Was soll ich sagen. Muy bien (sehr gut)! Mit 5 Dollar jedoch auch sehr teuer. Am nächsten Morgen machten wir uns auf zur Tarabita. Hier schwebten wir mit einer Seilbahn in Form eines Metallgestells auf einem Stahlseil, angetrieben von einem PKW-Motor über den Regenwald von einer auf die andere Seite. Sehr imposant. Man beachte dabei noch die Konstruktion der Seilbahn. Der deutsche TÜV hätte seine Freude. 🙂 Über ein Walkie Talkie Signal wissen die jeweiligen Seiten das der Käfig nun die andere Seite erreicht hat. Ahjaaa. Von da aus machten wir uns auf eine Wanderung zu verschiedenen Wasserfällen. Bergab. Bergauf. Nach etwa 3 Kilometern fing es jedoch an zu regnen. Erst ein wenig bis es dann aber aus Eimern kübelte. Einige Zeit blieben wir hartnäckig. Doch nach 5 Kilometern schmissen wir im wahrsten Sinne das Handtuch und begaben uns auf den Rückweg. Wer kann schon von sich behaupten bei strömenden Regen mit einer Seilbahn über dem Regenwald geschwebt zu sein. Mika hatte auf jeden Fall tierisch Spaß. Das Wetter war auch am nächsten Tag nicht so toll und so ließen wir den Nebelwald hinter uns.

Der Maschinenraum 🙂
Die Gondel
Nass bis auf die Haut

Die Hauptstadt

Als nächstes machten wir die Hauptstadt Quito unsicher. Hier fanden wir einen sicheren 24h Stellplatz mitten in der Stadt. Mit der Giraffe ist es teilweise garnicht so einfach einen nicht höhenbeschränkten Parkplatz zu finden. Angekommen suchten wir zuerst ein paar Sportläden auf um doch noch ein paar bergtaugliche Sachen ausfindig zu machen. Wie es sich jedoch herausstellte, ist das hier in Ecuador garnicht so einfach. Wenige Geschäfte, alles sehr teuer und sehr wenig Auswahl. Und Handschuhe braucht hier wohl auch niemand. Gut, dass wir hier nicht in einem Land mit vielen (Schnee-) Bergen sind (Ironie aus). Nachdem wir dann wenigstens Thermounterwäsche geordert hatten, suchten wir den Foodcourt „La Pradera – Container Bars and Food Trucks“ zum Abendbrot um die Ecke auf. Ein kleiner abgetrennter „Markt“ aus vielen Schiffs-Containern, indem die Einheimischen ihr Essen anbieten. Von ecuadorianischen Spezialitäten bis Pizza ist alles zu finden. Unsere Wahl fiel schnell auf das leckere lokale Essen. Zumal dieses auch das preisgünstigste ist. Wir genossen unser Abendmahl zwischen den Einheimischen die sich auf ein Feierabendbierchen trafen oder in geselliger Runde Karten und Billard spielten. Die Nacht gestaltete sich trotz Stadt sehr ruhig. Mit neuen Kräften ging es am nächsten Morgen in ein nahegelegenes Einkaufscenter um für Mika’s anstehenden Geburtstag ein paar Überraschungen zu besorgen. In dem Alter garnicht mehr so einfach die Kinder zu täuschen. 😉 Doch die Masche „ich muss nochmal auf die Toilette und du isst dein Eis“ hat zum Glück noch gezogen. Danach wollten wir ein paar Sehenswürdigkeiten in der Stadt besichtigen. Mit einem Uber-Taxi ging es zur Basilica del Voto Nacional. Diese entpuppte sich, neben einem schönen Innenraum, als reines Kletterparadies. Es war möglich beide Türme inklusive Glockenturm zu besteigen. Richtig hoch und teilweise super eng. Die Konstruktion hinterfragen wir aber teilweise lieber nicht. Die Aussicht von oben war jedoch grandios. In alle Himmelsrichtungen konnte die Stadt und die Berge rundherum begutachtet und bestaunt werden. Echt beeindruckend welche Ausdehnung Quito hat. Danach verschlug es uns noch zum Mercado Central. Nach dem Betreten des unscheinbaren Gebäudes sprangen uns Einheimische entgegen und boten ihr Essen für wenig Geld an. Das scheint hier DER Treffpunkt zum Mittag zu sein. Somit fiel unsere Wahl auf Kartoffelsuppe mit Ei sowie Avocado und Mischmasch mit Allem (so weit wir das deuten konnten mit Fleisch, Rote Bete und Salat). Das Ganze jeweils für 2 Dollar und alle waren gesättigt. Gegenüber wurde noch eine Tasche voll frisches Obst besorgt bevor es mit dem Uber zurück zur Giraffe ging.

Basilica del Voto Nacional
Basilica del Voto Nacional
Im Dachgewölbe der Basilica del Voto Nacional
Basilica del Voto Nacional
Beeindruckendes Quito

Im Anschluss fuhren wir 25 Minuten östlich aus Quito heraus um bei Arie (einem ausgewanderten holländischen Ex-Marine-Soldaten – ein super lieber und hilfsbereiter Mensch) im Garten einen entspannten Stellplatz zu beziehen. Hier werkelte Meik die kommenden zwei Tage am Solarpanel herum, da bei Regen noch immer ein paar Tropfen Wasser durch das Dach gelangten. Also wenn jetzt nicht alles bombendicht ist, weiß ich auch nicht weiter. Hier ein großes Dankeschön an Arie der uns alle möglichen Werkzeuge inklusive großer Leiter zur Verfügung stellte. Die restliche Zeit nutzten wir zum Wäsche machen, Sport treiben und toben. Am letzten Tag machten wir uns zum Hausberg Quito’s, dem Rucu Pichincha, auf. Im morgendlichen Berufsverkehr verdoppelte sich die Anfahrtzeit doch gleich mal und wir hofften das der Sonnenschein sich hält (da erfahrungsgemäß die letzten Tage am frühen Nachmittag immer Regen einsetzte). Nach über eine Stunde erreichten wir dann die Seilbahn TeleferiQo. Fix noch Tickets gekauft und dann in die kurze Schlange vor uns angestellt. Denkste. Die ganze Prozedur nimmt hier ein wenig mehr Zeit in Anspruch. Zum einem gibt es gefühlt nur zwei Gondeln und zum anderen werden diese Gondeln vor dem Einsteigen akribisch von außen und innen geputzt. Dazu wird jeder Fahrgast auf einen Punkt gestellt. Wie lange dauert das Ganze wohl, wenn hier etwas Betrieb ist? Ich will es garnicht wissen. Die sollten mal nach Österreich fahren. 🙂

Schuften bei Arie

Rucu Pichincha

Nach einer gut 20 minütigen Fahrt standen wir auf 4050m Höhe und waren beeindruckt vom Ausblick über die Stadt. Wir verloren nicht viel Zeit und marschierten los. Bei bestem Wetter und stetig bergauf kamen wir gut voran. Auf 4450m Höhe und nach zwei Stunden haben Mika die Kräfte und die Lust verlassen. Gut zureden half nichts mehr. So entschlossen wir zwei den Rückweg anzutreten. Meik ist dann eben nochmal fix auf den Gipfel des Rucu Pichincha gerannt, hat 3 Gruppen überholt und am Kreuz auf 4693m angeschlagen. Auf dem Weg nach unten holte er uns kurz vor der Gondel auch noch ein. Doch auch Mika bekam Lobesworte von entgegenkommenden Wanderern. „What an amazing Mama! What a good preparation.“ Die bekamen sich fast nicht mehr ein und wollten sogar Fotos von uns Zwei machen. Nur weil Mika an einem alten Hanfseil hing. Hahahaha. Vor der Rückfahrt genossen wir auf dem Berg eine Riesenschaukel über der Stadt bevor wir in der Giraffe zufrieden (mit einem schlafenden geschafften Kind) zurück zu Arie fuhren.

Geniale Aussicht über Quito
Am Gipfel – leider ohne Mika und Jana
Schaukeln auf 4000m

Cayambe

Am nächsten Tag hieß es Abschied nehmen. Da wir uns den Cayambe Vulkan aus der Nähe anschauen wollten, fuhren wir wieder entgegengesetzt in nördlicher Richtung. Auf dem Weg hielten wir nun bei dem echten Mittelpunkt der Erde, der Sonnenuhr „Reloj Solar Quitsato“, an und erfuhren einige spannende Facts. Das gesamte Monument besteht aus einer großen Sonnenuhr mit einem Durchmesser von 54 Metern und einer zylindrischen Säule als Schattenzeiger. Diese Säule befindet sich direkt auf dem Äquator. Wirklich (mit dem iPhone gecheckt 🙂 )! Die Grafik am Boden ermöglicht das Ablesen von Uhrzeit und Jahresverlauf. Ein Mitarbeiter klärte uns mit beeindruckenden Informationen über diesen Nullpunkt auf. Wahnsinn welchen Einfluss (auf die Orientierung bezogen) diese Mitte ebenso auf die anderen Länder hat. Mit viel neuem Wissen (jetzt wissen wir zum Beispiel wie Ecuador zu seinem Namen gekommen ist und das Norden und Süden eigentlich gar nicht „oben“ und „unten“ sind) fuhren wir in die Stadt Cayambe, um bei Jeannie einen neuen Übernachtungsplatz zu finden.

Der richtige Mittelpunkt der Erde

Die Ranch „Casa de Campo“ liegt etwas außerhalb und bietet bei klarem Wetter einen schönen Blick auf den gleichnamigen Vulkan Cayambe (dritthöchste Berg Ecuadors). Da auf dem Gelände etliche Pferde ihr zu Hause hatten, nutzten wir die Gelegenheit am nächsten Morgen eine kurze Horseback Riding Tour zu unternehmen. Franklin setzte Meik und Mika auf ein Pferd und wies mir ein weiteres zu. Das war dann die Einweisung. Ok, wird schon gut gehen. Wie schwer kann es wohl sein? 🙂 Der Weg führte uns eine kleine Runde durch das Hinterland. Ich weiß nicht warum, mein Pferd hielt ständig an um am Wegesrand kleine Snacks zu nehmen. Nach dem Ausflug beschlossen wir auf jeden Fall gemeinsam, das wiederholen wir bei Gelegenheit. Vor der Weiterfahrt schlenderten wir durch das Örtchen. Mika erhielt für 5 Dollar einen neuen Haarschnitt beim Barber, wir kosteten die legendären Bizcochos (eine Art Salzgebäck) und deckten uns mit frischem Obst ein.

Streicheleinheiten nach getaner Arbeit
Mika hat sich leicht verändert 😉
Und ab die Haare
Salzige Bizcochos – echt lecker

Entspannung in 40 Grad heißem Wasser

Nächster Halt war das östlich liegende Dorf Papallacta. Um dort hinzugelangen hieß es den gleichnamigen Pass zu überschreiten. Dieser lag auf 4064m Höhe. Mit super ausgebauter Straße war das auch für unsere Giraffe kein Problem. Das Ziel waren die bekannten heißen Quellen, welche von den umliegenden Vulkanen gespeist werden. Hiervon gibt es einige. Unsere Wahl fiel nach Gesprächen mit Arie auf die Termas de Papallacta mit angrenzendem Hotel und Spa. Mit 9 Dollar die teuerste Variante. Diese lohnt sich aber allemal. Im Freien sind hier etwa 9 toll angelegte Becken mit europäischem Standard und verschiedenen Temperaturen. Von kalt bis über 40 Grad ist für jeden Körper etwas dabei. Da stört auch der Regen von oben nicht. Neben dem Wohlfühlfaktor hat das Ganze noch viele positive gesundheitliche Aspekte bzw. heilende Wirkung. Nach gut 3 Stunden waren wir gar und die Haut mehr als schrumpelig. Damit wir nicht mehr so weit fahren mussten, suchten wir uns ein günstiges Pizza-Restaurant in der gleichen Straße zum Abendbrot und schlugen dort auch unser Schlaflager auf. Körperlich geschafft schliefen wir schnell ein.

Abenteuer am Cotopaxi

Auf der Route stand nun ein weiterer Berg. Der Cotopaxi. Mit 5897m der zweithöchste Berg des Landes. Wir fuhren die E35 ein Stück weiter Richtung Süden bis wir den Ort Machichi erreichten. Über eine holprige Straße (so muss es im Mittelalter gewesen sein) fanden wir den nördlichen Eingang zum Cotopaxi Nationalpark. Nach kurzer Eintragung im Besucherbuch ging es einen guten Feldweg entlang. Dieser wurde jedoch immer schlammiger. Mir stieg der Schweiß schon wieder auf die Stirn während Meik die Giraffe geschickt vor lauter Schleudern im Zaun hielt und den Fuß nicht vom Gas nehmen konnte. Kurz vorm Steckenbleiben erreichten wir im Schneckentempo ein trockenes Stück. Puuhh, wieder einmal gut gegangen. Oben kamen uns kleine Autos und Busse entgegen, die weder schlammig waren noch 4×4 Antrieb hatten. So mussten wir wieder einmal feststellen, dass es einen deutlich besser ausgebauten Eingang von der Südseite gibt. Na klasse. Auf Google Maps ist einfach kein Verlass. Die nächsten Male muss ich die Wege eindeutig besser studieren, zum Beispiel mit maps.me oder Gaia GPS. Ruhigen Gewissens, dass wir unseren Weg nicht wieder zurück müssen, fanden wir einen Stellplatz für die kommende Nacht.

Am nächsten Morgen hatten wir einem fantastischen Blick auf den Cotopaxi und in der Ferne leuchtete der riesige Chimborazo (höchster Berg Ecudors und der Punkt mit der kürzesten Entfernung zum Mond und allen anderen Dingen im Weltraum – weil er quasi direkt auf dem Äquator liegt). Bei dem schönen Wetter schnürte Meik seine La Sportiva Boots und wanderte auf den nahegelegenen Vulkan Rumiñahui Central mit 4632m dessen Ausgangspunkt direkt vor der Giraffentür lag. Zumindest dachte Meik das. Nach sportlichen 14,5 km und 6 Stunden später kam er geschafft zurück.

Cotopaxi am Morgen
Guten Morgen
Am Gipfel des Rumiñahui Central

Nach kurzer Erholung wollten wir wissen, ob es die Giraffe bis zum Refugio des Cotopaxi bzw. dem etwas darunterliegenden Parkplatz schafft. Also schnallten wir uns an und folgten dem serpentinenähnlichen, doch recht gut ausgebauten, Weg nach oben. Wahnsinn. Wir haben es mit dem Camper auf 4625m geschafft. Hier schlugen wir also unser nächstes Lager auf und wärmten uns bei Nudeln mit Tomatensoße sowie Tee auf. Aufgrund der Höhe war die Nacht nicht besonders erholsam (Kopfschmerzen), jedoch haben wir nicht gefroren. Das ist ja schonmal was. Nach einem kurzen Frühstück zogen wir uns kuschelig an und erklommen über einen steilen Weg in knapp einer Stunde mit Mika das Refugio José Félix Ribas auf 4864m. Wuhuuuu. Neuer Höhenrekord. Wir beobachteten einige Bergsteiger die von ganz oben runter kamen und sich an der Hütte erschöpft in die Arme fielen. Ein Weile hatten wir eine super Sicht auf den Gipfel bzw. Gletscher. Sehr imposant. Nach einem heißen Kakao und dem Bau eines Minischneemanns machten wir uns auf den Rückweg. Vielleicht kommen wir in den nächsten Jahren mal zurück um ganz oben zu stehen!

Wahnsinn!
Blick in den Cotopaxi Nationalpark
Zum Glück lag schon bei der Hütte Schnee
Mika im Rifugio
Höhenrekord für alle 3 (zu dieser Zeit)

Wieder zurück an der Giraffe starteten wir den Motor. Naja, theoretisch. Nichts tat sich. Beim zweiten und dritten Anlauf leider auch kein summender Motor. Also suchten wir die Verlängerungsschnur heraus und föhnten den Dieselfilter warm und trocken. Gespannt starteten wir einen neuen Versuch. Und siehe da, nach kurzen Zuckeln knurrte die Giraffe. Yeahhh. Wir entschuldigen uns hier nochmal für den Qualm bei den umherstehenden Personen. Hashtag #SaveThePlanet. :-).

Posing vorm Cotopaxi

Weiter geht es Richtung Süden. Stay tuned.

Ein Kommentar bei „Panamericana: Hier sind wir!“

  1. Habe jetzt die letzten 3 Beiträge am Stück gelesen…ein Thriller könnte nicht spannender sein😉
    Irgendwie seid ihr schon verrückt🤣
    Berge egal welcher Höhe, schlammige so gut wie unbefahrbare Straßen, ein Camper der fast leer geklaut wurde und immer wieder unabsehbare Kosten🙈
    Euren Optimismus hätte ich gern😉
    Und eurer Kleiner hält durch wie nix…super👍
    Was macht eigentlich der Kreuzbandriss, liebe Jana?🤔
    Ich wünsche euch weiter Durchhaltevermögen und viele ungefährliche Abenteuer!
    Liebe Grüße aus der Heimat😘🙋‍♀️

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