Nicaragua – vielfältige Wohlfühloase

Nachdem wir die anstrengenden 11 Stunden Weiterreise überstanden hatten, gingen die zwei Männer vor lauter Hunger nochmal los, organisierten etwas zu Essen und suchten einen Geldautomaten auf. Neues Land – neue Währung. Während in Costa Rica der Colón (man sagt es seien die schönsten Geldscheine der Welt – 1 Euro sind etwa 640 Colones) als offizielles Zahlungsmittel gilt, ist es hier in Nicaragua der Córdoba Oro (1 Euro sind knapp 40 Córdoba). In beiden Ländern ist die Zahlung mit US Dollar aber genauso möglich und unproblematisch (aber auf den Umrechnungskurs achten).

Am nächsten Tag genossen wir das leckere einheimische Frühstück und warteten auf unser Mietauto. Der kleine schnittige Chevrolet Spark wurde uns um 12 Uhr Ortszeit von einem Sixt-Mitarbeiter direkt zum Hotel gebracht (super Service übrigens), sodass wir ohne großen Aufwand zu unserem nächsten Zwischenziel hoppeln konnten. Ein geländegängiges Gefährt, welches eigentlich empfohlen wird, ist preislich nicht erschwinglich.

Wir folgten einer ganzen Weile der Panamericana zurück in Richtung Costa Rica und erreichten nach 2 Stunden das Surferdörfchen San Juan del Sur. Unsere Unterkunft lag nochmal 20 Minuten entfernt über Stock und Stein in der Nähe des Strandes Madera, wobei die letzten 300 Meter aufgrund des unwegsamen und steilen Geländes zu Fuß zurückgelegt werden mussten. Die holländischen Eigentümer der 4 Appartements „Oleadas Maderas“ sind seit 15 Jahren in Nicaragua zu Hause und haben sich und ihren zwei Kindern ein eigenes Reich geschaffen. Somit hatte Mika am Nachmittag die Möglichkeit mit zwei Jungs zu toben und das Gelände zu erkunden. Wie schon in Costa Rica werden wir auch hier durch das Brüllaffengeschrei an den Sonnenuntergang und den Sonnenaufgang erinnert. Schon wieder ein „super“ Service. 🙂

Mika und Jana bei der Arbeit

In den folgenden Tag erkundeten wir das charmante San Juan del Sur mit vielen Bars, Cafes und Souvenirshops. In der Regenzeit (bei uns hatte es nicht einmal geregnet) ist es leer und gemütlich. Neben einem grandiosen Ausblick auf den Pazifik von der Jesus Statue, sieht man etliche Luxusvillen und sehr viele Grundstücke zum Verkauf (es gibt eindeutig schlechtere Ecken für ein Ferienhäuschen). Danach formten wir unsere Körper und beobachteten die Affen auf den Bäumen direkt vor unserer Terrasse bei ihren Dummheiten. Bei einem Spaziergang bei Ebbe an unserem „Hausstrand“ ließen wir die Seele baumeln und genossen auf dem Rückweg einen leckeren Smoothie an der Bar. Die Getränke hier sind übrigens sehr günstig. So bezahlt man für ein einheimisches Bier einen Dollar und es ist nebenbei noch sehr süffig. Meik ist jedoch weiterhin hart und verzichtet auf sämtliche alkoholischen Genüsse (in welchem krassen Kloster lernt man das eigentlich?).

Nach 3 Nächten hieß es dann Abschied nehmen um am Morgen die Hafenstadt San Jorge für unsere Fähre auf die Insel Ometepe anzusteuern. Unser Vermieter Mark organisierte telefonisch einen Platz auf der Fähre. Angekommen im gefühlten Hochsicherheitstrakt geleitete uns ein Mitarbeiter zum Stand um die reservierten Tickets abzuholen und zu bezahlen. Nach ein wenig Wartezeit kam ein kleiner Kahn mit etwas Platz für einige wenige Fahrzeuge um die Ecke. Sollte das unsere Fähre sein? Ohja, und wie sie das war. Jetzt ergab auch die Reservierung Sinn und Meik manövrierte geschickt rückwärts (ja ihr lest richtig) das Auto auf das Boot. Nach etwa einer Stunde Überfahrt erreichten wir den Ort Moyogalpa auf der Zwillingsvulkaninsel Ometepe. Die Insel liegt im Nicaraguasee und besteht aus zwei Vulkanen. Einem aktiven Vulkan – dem Concepcion – und dem erloschenen Maderas Vulkan. Beide können bestiegen werden. Funfact: Das Eiland ist somit die weltweit größte vulkanische Insel in einem Süßwassersee.

Während der Fahrt zu unserer Unterkunft nach Balgüe auf die „zweite“ Insel über einen schmalen Landstreifen, kommt die Naturbelassenheit deutlich zum Ausdruck. Kaum Autos, lediglich kleine Transporter und der ein oder andere Bus neben den Motorrädern und Fahrrädern. Ansonsten überholten wir Ochsenwagen und Einheimische, die ihr Holz auf Köpfen und Schultern transportierten. 500 Meter bevor wir unser Appartement mitten im Wald erreichten, mussten wir an einer holprigen mit riesigen Steinen geformte Straße anhalten. Was nun? Das Auto an der Hauptstraße parken ist keine gute Idee, zumal ich mich die ganze Zeit schon fragte warum unsere Radkappen mit Kabelbinder befestigt sind. Also spielte sich folgendes Spektakel ab: Meik jonglierte den Flitzer über die Steine während ich ein paar Meter im Voraus unter das Auto schaute und wild gestikulierend mit Handzeichen den Weg über die passenden Steine suchte ohne ständig aufzusetzen. Ich möchte nicht wissen was die paar Anwohner gedacht haben. Wahrscheinlich freuten sie sich über das kostenlose Schauspiel dieser 3 Europäer. 30 Minuten (!) später standen wir mit qualmender und stinkender Kupplung vor unserer Unterkunft (und sind noch verheiratet). Hier kamen uns auch wieder die Holzträgerinnen entgegen. Ein weiteres Mal wird mir bewusst, wie gut es uns doch in Deutschland geht. Einfach Herd an und kochen. Einfach Waschmaschine an und waschen. Einfach Spülmaschine an und sauberes Geschirr. Einfach Wasserhahn auf und trinken. Hier wird jede der einzelnen Aktivitäten zur Tagesaufgabe und alles muss geschehen bevor es dunkel wird. Trotz allem haben die Einwohner ein sehr sauberes und gepflegtes Erscheinungsbild.

Am ersten Tag auf Ometepe erkundeten wir zu Fuß die Gegend, entdeckten an einem Hostel eine Möglichkeit den warmen Nicaraguasee zu testen und genossen den Ausblick auf den Vulkan Concepcion. Nachdem unsere Essensvorräte aufgebraucht waren, wollten wir in der nächst größeren Stadt Altagracia einen Supermarkt aufsuchen. Bei unserer Ankunft in dieser doch eher trostlosen Stadt, erblickten wir lediglich einen Kiosk in dem vereinzelte Lebensmittel angeboten wurden. Da wir hier nicht alles fanden was wir brauchten, bestand die Idee nun in der Weiterfahrt Richtung Hafen an dem wir vor ein paar Tagen ankamen. Auf dieser Straße mussten wir nach 30 Minuten allerdings umkehren, da der asphaltierte Untergrund mal wieder zu unüberwindbarem Schotter und Steinen wechselte. Und wer möchte schon mitten in der Pampa ohne Handynetz festsitzen? Also hieß es improvisieren und in einem kleinen Kiosk bei uns um die Ecke „einkaufen“. Auf dem Rückweg hielten wir noch am „Ojo de Agua“. Ein natürliches Schwimmbecken mit vulkanischem Quellwasser mit medizinischer Wirkung, umgeben von einheimischen Pflanzen und Bäumen. Total herrlich. Der Preis ist mit 7 Dollar pro Person (für Touristen) jedoch völlig überzogen!

Am nächsten Tag mieteten wir uns zwei quietschende Möhren – ich meinte Fahrräder – für 10 Dollar. Aufsteigen, Mika auf die Stange und hoffen das alles hält. Ziel war der kleine Strandmarkt in Santa Cruz auf dem Einheimische ihre Lebensmittel, Kleidung und Schnickschnack anbieten. Meik‘s Telefon benötigte eine erneute Aufladung mit Guthaben. Es stellte sich jedoch heraus, dass seine Movistar-Karte aus Costa Rica hier nicht aufgeladen werden konnte. Also kauften wir für 2,50 Euro eine neue SIM-Karte inklusive Guthaben. In Deutschland unvorstellbar einfach ohne Vertrag und Unterschrift eine neue Telefonnummer zu erhalten. Danach trieb es uns noch etwas weiter die Straße entlang durch kleine Dörfer bis wir am Strand halt machten. Das Wasser ist hier unerträglich warm und somit alles andere als eine Abkühlung. Auf dem Rückweg stoppten wir an unserem Lieblingscafe namens Campestre und genossen einen kalten leckeren Smoothie und zwei Stückchen selbstgemachte Schokolade aus reinem Kakao (Hinweis von Meik: die Schokolade wurde ausschließlich von weiblichen Teilnehmern dieser Familie gegessen). Zur Feier des Tages ergatterten wir in einem anderen kleinen Lädchen Gehacktes zum Abendbrot. Danach kosteten wir zum letzten Mal den herrlichen Blick zum Vulkan aus und beobachteten die Fledermäuse beim Tanz in der Luft während der einbrechenden Dunkelheit.

Nach vier Tagen verließen wir die Insel mit grasenden Pferden und Schweinen am Straßenrand. Nach der Überfahrt steuerten wir erneut die Pazifikküste an. Ziel war das Örtchen Las Peñitas. Hier gibt es nicht viel und was es gibt, ist sehr, sehr einfach. Luxus sucht man hier vergeblich (nicht das wir das suchen würden). Dafür ist man im Paradies! Die Strände sind so gut wie leer. Komischerweise verirren sich nur recht wenige Touristen hierher. Aber eigentlich ist es der perfekte Ort: Super gechillt und Unterkünfte direkt am Wasser. Dabei herausstechend war unser Hostel, dass Mano a Mano. Eine liebevoll hergerichtete Location. Gefühlt der einzige lebendige Ort in Las Peñitas. Hier trafen wir auf Menschen aus der ganzen Welt. Entspannt konnte man sich in der Gemeinschaftsküche beim Kochen austauschen, einen leckeren Drink an der Beachbar genießen und dem Spektakel der Wellen zuschauen oder auf der Terrasse das ein oder andere Workout mit Meerblick vollziehen. Weltreise-Feeling pur.

Nachdem wir die Hängematten ausführlich getestet hatten, wagten wir endlich unseren ersten Surfkurs. Früh um 7 Uhr Mobilisationsübungen am Strand. Wie zu besten Trainingslager-Zeiten. Unser Surflehrer lehrte uns die einzelnen Schritte mit dem Surfbrett. Das beginnt schon beim Reinlaufen ins Wasser. Wie komme ich mit meinem Brett voran? Und das gestaltet sich äußert schwierig bei Wellen und Strömung. Nachdem wir die Basics halbwegs verinnerlicht hatten und die Trockenübung am Strand korrekt ausführten, ritten wir anfangs die Wellen auf dem Brett liegend bis wir die letzten Minuten das Stehen erprobten (zumindest für ein paar Sekunden). Es ist wirklich ein tolles Gefühl und wir werden in Südamerika fleißig weiter üben.

Bei einem weiteren Ausflug in die Stadt Léon, keine 30 Minuten entfernt, gibt es Kirchen wie Sand am Meer. Ein Wahrzeichen dieser Stadt ist die Kathedrale und allemal einen Besuch wert. Den weißen auffälligen Bau zu finden ist nicht schwer. Die Suche nach dem eigentlichen Eingang war dagegen schon etwas schwieriger. Nachdem wir zweimal um das Anwesen und den Parque Central herumgeschlichen sind, entdeckten wir die Touristinformation und erkundigten uns nach den Öffnungszeiten. Bei gefühlten hundert Türen ist natürlich die kleinste und unscheinbarste die Richtige. Nach einer etwas unfreundlichen Begrüßung zahlten wir 3 Dollar pro Person und wurden wiederum zu einer anderen Tür auf der anderen Seite der Kirche geschickt. Hier nahm der Mann unsere Tickets in Empfang und lotste uns die Treppen hinauf. Ein Etage weiter stand eine junge Frau. Sie erläuterte uns die Regeln für den 20 minütigen Aufenthalt, welche mit Edding an einem Plakat geschrieben standen. Das Highlight besteht nämlich nicht darin das Innere der Kirche zu besichtigen, sondern das Dach mit seinen vielen Kuppeln und Ornamenten. Nach der Hälfte der Strecke werden wir aufgefordert die Schuhe auszuziehen. Ich nehme an die weiße Farbe soll dort länger erhalten bleiben als auf dem Rest des Daches, wo sie beginnt abzublättern. Wie dem auch sei: Von der Kirche aus hat man einen tollen Ausblick über Léon und die Vulkankette in der Ferne.

Mika barfuß auf dem Dach der Kathedrale in Léon

Auf dem Rückweg entdeckten wir ein französisches Café in dem wir uns mit Baguette und Schokokuchen eindeckten. Zusätzlich buchten wir für den nächsten Tag eine Vulkan-Boarding-Tour mit Quetzaltrekkers auf den Vulkan Cerro Negro.

7:45 Uhr war Treffpunkt am Büro. Ein paar Minuten später stiegen wir in einen sogenannten Adventure Truck ein und fuhren los. Wir waren gespannt was unser Tour-Guide Misty damit wohl meinte. Zur bildlichen Vorstellung. Dies ist ein kleiner Transporter mit halboffener Ladefläche auf dem links und rechts Bänke festgeschraubt sind (achja, und ohne Federung). Nun düsten wir durch die Stadt. Nach dem Erreichen des Nationalparks wurde der Weg sehr holprig und ich fühlte mich wie Indiana Jones auf einer Mission, während wir auf der Ladefläche hin und her hüpften. 45 Minuten später standen wir mit einem Holzbrett auf dem Rücken geschnallt unterhalb des 728 Meter hohen und jüngsten Vulkan Nicaraguas – dem Cerro Negro. 40 Minuten wanderten wir über Felsbrocken und sahen das Ausmaß der letzten Eruption von 1999. Zum Glück war es an diesem Vormittag sehr bewölkt, sodass der Aufstieg auch für Mika absolut kein Problem war. Oben angekommen liefen wir zum Kraterrand und spürten am Boden die Wärme des aktiven Vulkans. Sehr beindruckend. Im Hintergrund erstreckte sich die Gebirgskette der Cordillera de los Maribios. Zu dieser gehören noch etliche weitere aktive Vulkane wie zum Beispiel der Telica oder der San Cristóbal.

Nach dem informativen Teil gab es nun kein Zurück mehr. Wir zogen unseren orangefarbenen Schutzanzug inklusive Handschuhe und Schutzbrille über und blickten die steile Außenwand hinunter. Mika bekam ebenso einen Anzug in Erwachsenenformat, da er der erste „kleine“ Junge war, der die Tour wagte. Nach einer kurzen Einweisung (klingt wie Schlitten fahren) waren wir bereit. Das Vulkanboarding konnte starten. Gefahren wird auf einem Sperrholzbrett mit grobkörnigem Sandpapier an der Unterseite. Einzeln (Mika auf dem Schoss) fuhren wir über das Geröll bis uns am Ende des Vulkans ein Mitarbeiter in Empfang nahm und zur Erfrischung Melone und Banane reichte. Leider war die Abfahrt nicht das Schnelligkeitshighlight wie erwartet, jedoch allemal eine Erfahrung wert. Danach düsten wir mit unserem Adventure Truck zurück zum Ausgangspunkt. Übrigens spendet Quetzaltrekkers einen großen Teil der Erlöse an Hilfsprojekte für Kinder in Nicaragua. Daumen hoch!

Mika hat Ähnlichkeit mit ET (der Außerirdische)
man spürt die Wärme vom Boden

Wehmütig verließen wir nach 5 Nächten die Mano a Mano Oase und steuerten unser letztes Ziel in Nicaragua an, die Laguna de Apoyo. Ein Kratersee, welcher durch eine Serie von Vulkanausbrüchen entstand. Dort hatten wir direkt am See ein schnuckeliges Appartement bei Bella, einer Schweizerin, ausfindig gemacht. Sie kümmerte sich bereits im Vorfeld bestens um uns und steuerte hilfreiche Tipps bei (vielen Dank nochmal dafür). Schon beim ersten Blick über das Wasser mit der grünen Umgebung war ich völlig beeindruckt und fühlte mich ins nächste Paradies versetzt. Das Wasser war glasklar und hatte um die 27 Grad. Einfach herrlich um ausgiebig zu planschen, sich in einem riesigen Schwimmreifen treiben zu lassen und die Aussicht zu genießen. Doch auch die naheliegenden Orte hatten einiges zu bieten. Granada, eine Stadt im spanischen Kolonialstil lockte mit schönen Kirchen. Hier steuerten wir die schicke Kathedrale mitten am belebten Hauptmarkt an. Gerade Mika findet diese Bauten von innen sehr spannend und beeindruckend. Von der Iglesia de la Merced gab es einen klasse Rundblick nachdem wir den Glockenturm erklommen hatten. Im Anschluss war das kleine Choco Museum noch einen Besuch wert. Es wird die Entstehung und Weiterverarbeitung der Kakaobohne dargestellt. Bei vorheriger Anmeldung ist ein Schokoladenkurs buchbar. Den haben wir jedoch weggelassen.

Mika und Jana an der glasklaren Laguna de Apoyo
Aussicht vom Mirador de Catarina

Am nächsten Tag ließen wir alle vier Gerade sein. Das heißt wir gingen schwimmen (nutzten dabei das kostenlose Stand Up Paddle), recherchierten einige Details zur Weiterreise und freundeten uns mit dem Hauspapagei Pong (er wohnt neben einer Tischtennisplatte) an. Besonders Meik hatte es ihm angetan. Das äußerte sich dahingehend, dass der Vogel ständig auf ihm rumkletterte und ankuschelte. Frage von Mika war darauf hin: „Papa, kaufen wir uns nach der Weltreise einen Pong?“ :-).

Pong der Hauspapagei (also das grüne Tier da)

Mit Einbruch der Dunkelheit machten wir uns mit dem Auto auf dem Weg zum Vulkan Masaya. Am Eingang des Parks wird abends eine Gebühr von 10 Dollar pro Person fällig, doch das beeindruckende Schauspiel war es wert. Oben am Krater angekommen blickten wir in rot leuchtende, brodelnde Magma. Und das Allerbeste: Keine Menschenmassen. Nur der Ranger und wir. Da wird einem schon etwas mulmig, zumal die letzte Eruption 2017 stattfand. Entgegen allen Infos aus Reiseführern, hatten wir keine beschränkte Aufenthaltsdauer von 12 Minuten, sondern beobachteten das Spektakel bis uns die giftigen Dämpfe zu viel wurden. Auf dem Rückweg hielten wir noch etwas unterhalb des Vulkans in einem Informationszentrum an. Dort klärte uns ein Mitarbeiter in seinem indisch-englischen Akzent, dass eher wie chinesisch klang, einwenig über die Geschichte auf. Ein anschließender Rundgang durch das kleine Museum veranschaulichte die genannten Fakten nochmal. Sehr interessant und spannend!

beeindruckende brodelnde Magma bei Nacht
der Krater bei Tageslicht

Am letzten Tag vor der Abreise wollten wir das Dörfchen Masaya (es heißt genauso wie der Vulkan) entdecken. Bekannt für seinen Töpfermarkt und Blumenreichtum. Am Ende der Stadt erwartete uns oben am Aussichtspunkt Catarina ein super Blick über die Laguna Apoyo und zeigte das Ausmaß der Vulkanausbrüche. Die Natur ist immer wieder beeindruckend.

Am letzten Tag vor unserem Weiterflug nach Fort Lauderdale / Florida (wieso, weshalb, warum im nächsten Beitrag), entschlossen wir uns vorher nochmal den Masaya Vulkan und dessen Umgebung bei Tageslicht zu inspizieren. Schon bei der Anfahrt nach oben sahen wir die schwarzen Lavasteine, welche das Ausmaß des großen Ausbruchs von 1772 veranschaulichten. Am Krater angekommen erfassten wir nun erst richtig das Ausmaß des Nationalparks. Das Gebiet besteht aus zwei Vulkanen (Masaya, Nindiri) und 5 Kratern. Wahnsinn. Leider sind alle Wanderwege aufgrund von Erdrutschen und Veränderungen gesperrt. Schade. Lediglich ein Blick in den erloschenen Santiago Krater war noch möglich.

Insgesamt ist Nicaragua ein sehr natürliches Land. Gleich nach der Ankunft haben wir uns sehr wohlgefühlt und auch die Menschen waren sehr aufgeschlossen und hilfsbereit. Die Natur mit all seinen Seen und Vulkanen ist sehr beeindruckend und spannend. Wir würden jederzeit zum erklimmen der Krater wiederkommen.

Für Internetnomaden wie uns ist die Vernetzung in die Welt in Nicaragua teilweise eine Katastrophe. Gerade bei Unwettern muss man auf stundenlangen Stromausfall gefasst und vorbereitet sein. Bestimmte Lebensmittel können nur in den größeren Städten erworben werden, sodass ein Mietauto empfehlenswert ist. Man gewöhnt sich jedoch an alles und lernt andere Dinge zu schätzen. Wir behalten Nicaragua auf jeden Fall in allerbester Erinnerung!

Zum Abschluss für meine Kollegen :-): In bisher allen Ländern sind die Schulen sehr einfach gehalten. Sie bestehen aus kleinen einzelnen Gebäuden. Es wird jedoch großen Wert auf einheitliche Kleidung gelegt. Und ich finde die Schuluniformen sehen nicht mal schlecht aus, sondern sorgen eher für das Zusammengehörigkeitsgefühl.

2 Kommentare bei „Nicaragua – vielfältige Wohlfühloase“

  1. Tolle Natur-und Abenteuererlebnisse👍
    Das klingt nach unberührter Natur wie wir sie kaum noch kennen.
    Außerdem lernt man viele technische Errungenschaften in der Heimat wieder richtig zu schätzen, wie du bereits richtig festgestellt hast, liebe Jana.
    Schuluniformen wären für unsere Schüler auch eine Option. Da würde zumindest kleidungsmäßig das Mobbing aufhören.
    Viel Spaß an eurem nächsten Ziel!🌝🙋‍♀️

  2. Hallo Jana, Meik und Mika
    Ich wünsche euch ein sehr schönen Urlaub. Ich hoffe,alles klappt, wie ihr euch das vorgestellt habt. Bleibt gesund und genießt die schöne Zeit.
    Grüsse aus der Heimat von Mario aus Gotha.

Schreibe einen Kommentar zu Mario Müller Antworten abbrechen